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| OCTOBER FILE - Holy Armour From The Jaws Of God |
Hardcore
Label/Kontakt: Candlelight Records
10 Songs (55:14)
Webseite: www.octoberfile.com
Zugegeben, das Cover ist schon ein echter Hingucker. Drei übermuskulöse Soldaten hocken in einer Stellung eines riesigen Schlachtfeldes; einer ballert aus einer Riesenwumme auf die heranstürmenden Feinde, während den ausgeworfenen Patronenhülsen Flügel wachsen und ein Revolverheld mit freiem Oberkörper ihnen dabei zuschaut, wie sie davon fliegen; unterdessen betrachtet ein blauhäutiger Dritter scheinbar in Gedanken abwesend die verletztlich wirkenden Vögel in seiner Hand. Auf den ersten Blick sieht diese martialische Szenerie aus wie Hulk meets Neo-Europäische Ästhetik. Wenn jetzt etwas Electro-Industrial-mäßiges erklingen würde, wäre ich gar nicht überrascht. Aber das tut es nicht.
Die vier Engländer von OCTOBER FILE scheren sich nach wie vor einen Dreck um Trends und Meinungen, und haben ihre eigenwillige Mischung aus Punk-infiziertem Hardcore und Metal mit Nähe zum Industrial auf ein neues Niveau gehoben. Vergleiche mit anderen Bands hören sie nicht so gern, aber schon nach den ersten Songs erhärtet sich der Eindruck, dass die Band sich ein ganzes Stück vom Hardcore entfernt hat. Die Balance hat sich verschoben, und nun erinnern sie an einigen Stellen mehr oder weniger stark an KILLING JOKE, insbesondere an deren gleichnamiges Album von 2003.
Das liegt nicht daran, dass Jaz Coleman bei der Produktion die Regler bedient hat (auch wenn der Sound gewisse Reminiszenzen an seine Band wachruft), sondern vor allem am Songwriting und am Gesang. Hört euch einfach mal "High Octane Climate Changer" an, und achtet auf das akustische Intermezzo im zweiten Drittel - "...a song that echoes through the oceeeeeeaaaan!" Na, erkannt? Jaz Coleman persönlich steht hier am Mikro, aber auch in anderen Songs, bei denen er nachweislich keinen Ton von sich gibt, trifft der Sänger erstaunlich gut Coleman's Stimmlage.
Ein anderes Beispiel ist der Song "Friendly Fire", dessen Riff sehr nach KILLING JOKE's "Death and Resurrection Show" klingt - insgesamt ein geiler, treibender Song, auch wenn fast nur auf diesem einen Riff herumgeritten wird. Diese monotone Struktur wirkt zwar wie ein Brecher, aber ein µ Abwechslung hätte trotzdem nicht geschadet. Als letztes Beispiel sei "A Sun That Never Sets" genannt, auch er hat dieses Feeling, diesmal vom KJ-Song "Blood On Your Hands".
Neben diesen Songs, die zu den Highlights des Albums zählen, sind auch "A Munitions Crusade", "Hallowed By The Army", "Blood And Sweat" und das manische "So Poor" zu empfehlen.
OCTOBER FILE gehen trotz erkennbarer Nähen zu anderen Bands sehr eigenständig vor, und im Prinzip will sich das Album nicht so recht einordnen lassen, dafür sind die Songs in der Gesamtheit zu vielseitig ausgefallen.
Bei der Produktion wurden vor allem Wert auf den Bass und das Schlagzeug gelegt, aber auch die Gitarren kommen nicht zu kurz, so dass "Holy Armour From The Jaws Of God" insgesamt zu einer ziemlich fetten Nummer wird.
Coleman sieht viel Potential in der Band, und auch die Typen von PRONG und MINISTRY fahren auf die Truppe ab. Wer was für die erwähnten Bands übrig hat und von OCTOBER FILE bisher nichts gehört hat, sollte das jetzt nachholen. "Holy Armour From The Jaws Of God" ist vielleicht das Beste, was man von dieser Band bisher gehört hat.
Punkte: 7/10
(Beta / 25.10.2007) |
OCTOBER FILE - Holy Armour From The Jaws Of God -
(Candlelight Records)
Veröffentlichung: 16.10.2007 Web: http://www.myspace.com/octoberfile
Stil: MetalAutor: Karsten
 " For Fans of Killing Joke, Prong and Ministry" steht auf einer Werbung auf den MySpace Seiten der Band. Dem kann man nach hören von " Holy Armour from the Jaws of God" auch zustimmen. Was erwartet uns also? Die Stimme von Killing Joke, den Groove von Prong und die Aggression von Ministry auf einem Album gebündelt. Das sind ja gleich drei Dinge auf einmal... Die Merkmale der jeweiligen Bands werden oft und gerne zitiert, die Eigenständigkeit kommt viel zu kurz. Es gibt immer wieder Teile die man so oder ähnlich schonmal bei den Vorbildern gehört hat, hier aber moderner und agrressiver vorgetragen. Auch in Sachen Geschwindigkeit sind October File deutlich fixer unterwegs was dann den Bezug zu Ministry herstellt.
Jaz Coleman von Killing Joke übernimmt sogar einnige Gesangsparts beim Stück "High Octane Climate Changer". Man kann also davon ausgehen das Jaz die Musik von October File mag, da es über die Jahre kaum Gastauftritte von ihm bei anderen Gruppen gab. Da Sänger Ben Hollyer aber fast so singt wie Jaz stellt sich die Frage nach dem tieferen Sinn. Vielleicht wollte er zusammen mit seinem großen Idol mal auf einem Album verewigt sein?
Für Fans der genannten Bands mit Sicherheit eine Anschaffung wert, alle anderen sollten sich überlegen ob sie nicht doch lieber zu den Originalen greifen. Für das nächste Album müssen October File versuchen sich vom Einfluss ihrer übergroßen Vorbildern zu lösen. Das Gebotene ist zwar gut, im Endeffekt aber doch nur eine Kopie von bereits Dagewesenem. Ob das für die Zukunft reicht?
besonders hörenswert: High Octane Climate Changer,Another Day
Bewertung: 6/10    
October File - Holy Armour From The Jaws Of God - Geschrieben von Oliver Schreyer
Nach zwei EPs legen October File endlich ihren zweiten Longplayer nach. Die Marschrichtung wurde ja bereits mit der "Hallowed Be Thy Army" Veröffentlichung vorgeben und somit überrascht das Ergebnis nicht mehr wirklich...
Candlelight Records - 2007
Met de omschrijving Killing Joke meets Boy Sets Fire moest ik mij eerst even behoorlijk achter de oren krabben. Ook het "emo"-achtige uiterlijk van de heren deed mijn wenkbrauwen fronsen, maar de vooroordelen horen aan de kant gezet te worden tijdens het reviewen van een plaat, dus over naar de muziek dan maar. In hun thuisland Engeland schijnt October File al een redelijke naam op te hebben gebouwd, binnenkort gaan ze op tournee met Killing Joke (zanger Jaz van die band verzorgt overigens nog wat gastvocalen op dit album), ikzelf had nog nooit van het gezelschap gehoord. Het apart aandoenende artwork, wat een vrij grimmig sfeertje vertoont en mij enigzins wat aan Amerikaanse superheldencomics doet denken, doet al snel vermoeden dat October File ons meer heeft te vertellen dan hoeveel bier ze wel niet op kunnen en hoe vaak per dag ze hun snikkel in een lekker blondje steken.
Nee, deze band is bloedserieus. Hun teksten over oorlog, klimaatverandering, corruptie en religie worden dan ook van een stevige pot serieuze hardcoremuziek voorzien, waar geen ruimte is voor flauwekul en grappenmakerij. De genoemde invloeden zijn hoorbaar, maar zoals de band zelf al zegt klinken ze vooral als zichzelf. Een lekker snerpend gitaargeluid vormt de basis voor een aantal lekker op zichzelf staande en af en toe vrij aparte songs. Vocaal tapt Ben uit verschillende vaatjes. Zo kan hij gruwelijk agressief klinken, maar ook erg melodieus. Nummers als In My Magnificent Circus hebben een behoorlijk punky uitstraling, maar ook het psychedelische van een band als Voivod meen ik af en toe te herkennen, net als een snufje Neurosis trouwens. October File maakt het zichzelf absoluut niet gemakkelijk, maar weet een stel uitstekende songs op dit album neer te zetten, die meerdere luisterbeurten nodig hebben, maar tegelijkertijd ook al bij de eerste luisterbeurt best pakkend zijn. Na al het geweld van de eerste negen nummers, waarbij vooral het zangwerk af en toe erg hysterisch overkomt, is het afsluitende, bijna poppy, So Poor een heel lekker nummer om nog even na te genieten. Het zou me niets verbazen dat dit collectief een hele grote naam in hun genre gaat worden. Ik zie voor deze niet-alledaagse band dan ook een grote toekomst tegemoet.
Score: 82/100
October File - Holy armour from the jaws of god
Wenn man sich das Cover ansieht, bekommt man den Eindruck, das hier das Thema Krieg eine wichtige Rolle spielt, was sich auch textlich zeigt, soweit ich auf die Texte aufgepasst habe. Die musikalische Untermalung ist ebenfalls sehr passend. Zwar ist die Band etwas schwer zu klassifizieren, aber ich würde es mal auf maschinellen Hardcore Industrial bezeichnen. Die Riffs sind gerade hinaus und einfach gehalten und wirken industriell steril, aber auch rau und maschinell. Sie schaffen es einfach ohne Sounds aus der Konserve Songs zu schreiben, die maschineller klingen, als manch eine EBM Band. Geradeheraus und ohne Rücksicht. Bestimmt nichts für die breite Masse, aber definitiv für Freunde härterer Klänge und weitab von jeglichen Metalcore-Einflüssen.
Review posted by: PGB
October File - Holy armour from the jaws of god
Ob des jüngsten Albums der Engländer, "Holy Armour From The Jaws Of God" war der kürzlich verstorbene Paul Raven (MINISTRY) voll des Lobes: "OCTOBER FILE sind zu eine echten Killermaschine geworden. Die neuen Lords of Anger hauen uns dermaßen auf die Fresse - wow, von den Jungs dürfen wir noch einiges erwarten!"
Und damit hat er recht. Los geht's mit dem Cover, das auf den ersten Blick an BOLT THROWER erinnert. Wegen der Kriegsszenerie. Drei schwergewichtige Muskelmänner mit versteinerten Minen sitzen auf einem Berg von Munition, Waffen und Dreck unter bedecktem Himmel im Schützengraben. Einer gestaltet mittels eines MG, Kaliber Ofenrohr, die Umgebung neu, während ein revolverschwingender Kollege mit freiem Oberkörper die massenhaft ausgeworfenen Hülsen, denen auf wundersame Art Flügel wachsen, beim Davonfliegen beobachtet. Vorne sitzt eine Art blauer Hulk, der völlig unbeteiligt wirkt und ein paar der - zurückgekehrten? - Vögel auf seinem Arm betrachtet. Erinnerungen an Marvel-Comics, RAMMSTEIN und bewusstseinsverändernde Substanzen werden wach. Also doch nix mit BOLT THROWER.
Nach ihrer letzten EP "Hallowed Be Thy Army" haben OCTOBER FILE sich wieder im Studio eingefunden, um unter Regie von Jaz Coleman (KILLING JOKE) den Nachfolger einzuprügeln - deutlich härter, deutlich düsterer, deutlich gemeiner!
Der Sound des Quartetts ist erfrischend eigenständig und könnte mit "Industrial Hardcore Punk" beschrieben werden. Wobei der bislang deutliche Hardcore-Einschlag zurückgegangen ist - Songwriting und Gesang sind komplexer geworden. Überhaupt erschwert die neue Vielschichtigkeit das Einordnen in bekannte Schubladen - sowas freut des Schreibers Herz!
"High Octane Climate Changer", ein musikalischer Mittelfinger in Richtung aller SUV-Piloten und sonstiger Sprit-Aasgeier und "Friendly Fire", eine monoton stampfende Kritik an Tony Blairs Kriegstreiberei und Hexen- äh, Terroristenjagdversuchen sind meine persönlichen Favoriten auf "HAFTJOG". Ansonsten kann ich "Religion?" und das reichlich verstörte "So Poor" hervorheben - zu empfehlen ist jedoch das ganze Ding, trotz bzw. gerade wegen immer wieder anklingender Verweise auf die englischen Postpunk-Veteranen KILLING JOKE und deren mechanisch-bohrenden Prä-Industrial. Ein echter Tipp für Freunde von MINISTRY, NINE INCH NAILS, PRONG und KMFDM. |
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